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Augen auf am Straßenrand


Auf der Strecke zwischen Hörenberg und Kirchdamm, zwischen Bergedorf und Adolphsdorf, wird die Leidensfähigkeit der Autofahrer bereits seit einiger Zeit ausdauernd getestet. Vor allem müssen Autofahrer schnell sein, denn sie müssen sich an die diversen Geschwindigkeitsvorgaben halten. Von Worpswede kommend sieht der Autofahrer zunächst das Schild "Tempo 30". Zwanzig Meter dahinter folgt unvermittelt "Tempo 70", also Gang runter und Gas geben. Denkste! Wieder zwanzig Meter dahinter taucht wieder "Tempo 30" auf. Man übersieht es leicht, weil man Schlaglöcher oder Wellen umkurvt. Um so erstaunlicher taucht plötzlich ein "Tempo 50"-Schild auf. Also wieder auf eine halbwegs brauchbare Geschwindigkeit hochgeschaltet. Wer das Glück hat dann nach Adolphsdorf abbiegen zu dürfen, darf sich auf eine Achterbahnfahrt bis runter auf "Tempo 30" mit Schleudertrauma in der Kurve freuen. Wer weiter geradeaus möchte, darf sich auf einen Tempomix aus 30 bis 70 km/h einstellen. Nur SUVs mit Überbreite dürfen mit Lichthupe nachhelfen, wenn man tatsächlich die Geschwindigkeit einhält und als "Normalfahrer" diese Hauptschlagader der Gemeinde Grasberg benutzt.

Merkwürdig, mir kommt es so vor, als ob diese Strassen schon immer so aussahen. Nur jetzt eben mit runden, lustig beschrifteten Bildern am Straßenrand, die aussagen DU BIST VERSICHERT oder DU BIST NICHT VERSICHERT!

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