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re:porter

Donnerstag, 23. Mai 2019

Sind Kreisel die Lösung für Worpswede?

Kreisel sind ein recht patentes Rezept um Verkehrprobleme zu lösen. Das sieht man erfreulicherweise am Grasberger Kreisel, der mit dem bildhaften Torfkahn darauf noch dazu eine Attraktion darstellt. Leider bemerken es die Autofahrer kaum.



Worpswede würde sich wahrscheinlich die Grasberger Verkehrsprobleme wünschen, denn dort sieht es ganz anders aus. Worpswede behauptet ein Fahrradort zu sein, hat aber kaum Radwege. Worpswede meint ein Touristenort zu sein, erlaubt sich aber Schritt-Tempo und "Touri-Mix" auf der Bergstrasse, neben dem Liefer- und Durchgangsverkehr selbstverständlich. Das wirkliche Problem sieht man allerdings erst unter der Woche: Worpswedes Strassen sind einfach zu schmal (und zu wenige!). Das ist auch kein Wunder, denn sie waren ja nicht für eine Touristen- und Automobilschwemme gebaut. Damals ging es gemütlicher zu. Aber ob LKW-Fahrer die Zwangspausen an der Kreuzung vor der Music-Hall zu schätzen wissen, möchte ich bezweifeln.

Fakt ist aber: Worpswede hat nicht nur ein Verkehrsproblem, sondern ist auch selbst ein Verkehrsproblem. Kreisel an der Peripherie bringen keine Entlastung, zumal es keine wirklichen Umgehungen gibt. Es führt wahrscheinlich kein Weg daran vorbei, man wird sich ein realistisches Gesamtkonzept zur Lenkung der Verkehrsströme überlegen müssen. Vielleicht muss man an eine Umgehungsstrasse aus Richtung Osterholz/Bremen in Richtung Gnarrenburg denken oder an eine breite Trasse ausschliesslich für Radfahrer, sternförmig zum Parkplatz Bergstrasse. Das Geld wird aber dafür sorgen, dass sich erst die übernächste Generation darüber vielleicht Gedanken machen kann. Solange bleibt es bei Staus, Rollatorfahrer schimpfen über SUVs, Lieferanten über den Zeitfresser Bergstrasse und Pendler über die Barriere Worpswede. Aber es ist schön, dass Rossmann mehr Lampen bekommt.

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