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Mittwoch, 9. Januar 2019

Der Onlinehandel füllt die Papiertonnen

Viele spüren es bereits im Alltag: Der Inhalt der Papiertonne hat sich in den letzten Jahren durch den Boom des Online-Handels verändert und sorgt nicht nur für verstopfte Behälter. Die Papiertonne ist schneller voll, obwohl weniger drinnen ist.


In den letzten Jahren hat der Online-Handel dafür gesorgt, dass die Sammelbehälter immer mehr mit Versandkartons befüllt werden. Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU)  - auch Vertreter der städtischen Entsorger - hat jetzt untersuchen lassen, woraus der Papier-Abfall besteht. Das Ergebnis: Bis zu 71 Prozent des Inhaltsvolumens sind Verpackungen.

Der Anstieg von Verpackungen im Altpapier stellt kommunale Entsorger vor komplizierte Herausforderungen, die sich auf die Finanzierung auswirken. Eigentlich sind diese nur für Zeitungen, Magazine und Papierabfall verantwortlich, Verpackungen fallen dagegen den dualen Systemen zu, die sich auch um Gelben Sack und Gelbe Tonne kümmern. Das offensichtliche Problem: Beide Müllarten landen in der gleichen Tonne.

Verpackungshersteller zahlen an das Duale System Lizenzgebühren, die diese Kosten in einem Abrechnungssystem mit den lokalen Entsorgern decken sollen. Wie die VKU erläutert, gilt beim Altpapier, das hier eine Kostenteilung vorgenommen werden soll  - die dualen Systeme zahlten hier aber im Schnitt nur 15 bis 20 Prozent. Das wirkt sich auf die Müllgebühren aus, die die Bürger zahlen müssen. Sie zahlen derzeit doppelt für die Entsorgung von Verpackungen aus Papier und Pappe. Das kann nicht sein. Für die Entsorgung von Verpackungen inklusive Plastik zahlt jeder Bürger aktuell etwa 13 Euro im Jahr.

Die einfachste Regelung wäre:  wer viel online bestellt und liefern lässt, bezahlt auch höhere Müllgebühren. Das ist natürlich ziemlich unrealistisch. Dennoch:  Die dualen Systeme müssen einen Weg finden, die Versandhändler in angemessener Höhe an den Kosten für die Altpapiersammlung zu beteiligen.

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