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Sonntag, 28. Mai 2017

Worpswede, ein Verkehrsproblem

In Worpswede wird derzeit heftig diskutiert. Grund der Aufregung ist der Strassenverkehr, und hierbei in der Regel der Autoverkehr, namentlich in dem Dreieck Findorff-Str, Hemberg- und Bergstrasse. Von den Worpswedern selbst kommen gute und zum Teil auch durchdachte Vorschläge, wie man etwas besser und sicherer machen kann. Diese Vorschläge werden mit schöner Regelmässigkeit vom Kreis zurückgepfiffen. Und immer mit der Begründung: kein Geld, aber wir prüfen. Das ist frustrierend.

Aber die Anwohner selbst stellen nur einen Teil derer dar, die mit dem Kopf schütteln. Es gibt nämlich nicht nur Menschen, die in Worpswede wohnen, sondern auch Menschen, die wollen oder müssen durch Worpswede hindurch. Für die ist der Verkehr in Worpswede nicht das Problem, sondern Worswede selbst. Der Ort wirkt verkehrstechnisch so als sei er gerade aus den verschlafenen 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in das 21. Jahrhundert gebeamt worden. Und nun reibt man sich die Augen. Tempo 30 - Zonen, weiter weg aufgestellte Ortsschilder und betonierte Blumenkübel kann man sich erlauben, wenn es für den Durchgangsverkehr Alternativen gibt. Der Teil der Worpsweder, der in und um das o.g. Dreieck herum wohnt oder vom Tourismus lebt, freut sich natürlich über "Verkehrberuhigung". Das ist verständlich. Aber dann darf man sich auch nicht über völlig genervte Autofahrer an der Kreuzung vor der MusicHall und am Hemberg, oder über Touristen, die nur noch wieder weg wollen, wundern. Umgehungsstrassen aus Richtung Osterholz-Scharmbeck, Ritterhude und Bremen-Nord sind bislang Fehlanzeige. Die würde wahrscheinlich auch erst fertig, wenn wir ohnehin alle mit selbstfahrenden Vehikeln unterwegs sind. Es könnte aber passieren, dass diese dann einen großen Bogen um Worpswede machen.