Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Kommissar Twitter Google+

Sonntag, 25. September 2016

Kommissar Twitter

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) möchte den Kurznachrichtendienst auf regionaler Ebene eingesetzt sehen. „Diese direkte Form digitaler Kommunikation erreicht jeden sofort, das ist gerade für ein Flächenland wie Niedersachsen ein großer Vorteil.“ Deshalb sei vor wenigen Tagen allen Polizeidirektionen sowie den nachgeordneten Dienststellen die Einrichtung und der Betrieb eigener Twitter-Accounts ermöglicht worden.

Bei der Inspektion Verden/Osterholz bereitet man sich nun auf die neuen Möglichkeiten, aber auch zusätzlichen Aufgaben durch das „Zwitschern“ vor. „Die Direktion Oldenburg wird in den kommenden Wochen oder Monaten Twitter-Accounts für ihre sieben Inspektionen einrichten“, erklärt Pressesprecher Helge Cassens.

„Wenn es beispielsweise auf der A 27 einen Unfall gab, kann ich schnell einen Tweet rausschicken: Achtung, Unfallstelle bitte dort oder dort umfahren.“ Dabei seien „kurze, knackige Infos wichtig“. Ebenso sei diese Schnelligkeit bei Terror- oder Amoklagen geboten. Cassens betont jedoch, dass diese Szenarien nicht der Hauptgrund für die künftig auch regionale Nutzung des Dienstes seien. Der Polizeisprecher sagt, er freue sich auf die neuen Möglichkeiten und stehe dem Nachrichtendienst „sehr offen“ gegenüber. Anders stellt sich die Situation in Sachen Facebook dar. Die darüber laufende „Öffentlichkeitsarbeit“ werde ausschließlich via Direktion Oldenburg gepflegt.

„Das ist verdammt viel Arbeit. Auf unserer Ebene würde das zu viele Beamte binden und wäre von der Manpower her nicht zu leisten“, so Cassens. Da müsse man einfach anerkennen, dass man sich nicht mit München vergleichen dürfe. Dort seien bei der Amoklage vor einigen Wochen rund 20 Beamte allein fürs Bedienen der sozialen Netzwerke abgestellt worden.

WeserReport