Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Ab Januar bleibt die private Küche kalt Google+

Donnerstag, 14. Juli 2016

Ab Januar bleibt die private Küche kalt

Die Umstellung des TV-Empfangs über Antenne ist ein tiefgreifender Einschnitt in die Fernsehgewohnheiten in Deutschland. Viele werden dieses, wie üblich, erst auf dem letzten Drücker bemerken. Wenn die Mattscheibe schwarz bleibt.

Seit Ende Mai d.J. laufen diverse Testbetriebe mit DVB-T2 HD in den Ballungsräumen (Großstädte und Umgebung). DVB-T2 kann Bilder in hoher Auflösung (HD) übertragen und benötigt gleichzeitg weniger "Bandbreite", so dass auf einem UHF-Kanal 7 TV-Programme in HD-Qualität übertragen werden können. Aus diesem Grund ist auch das UHF-Band für TV-Übertragugen reduziert (zugunsten des Mobilfunks). Künftig ist bei Kanal 49 Schluss.

Ab 1.1.2017 schliessen die privaten Sender die Ausstrahlung ihrer Programme in der bisherigen DVB-T-Norm. Sie sind dann nur in DVB-T2 HD zu empfangen, sofern man entsprechende Hardware sein Eigen nennt. Da diese Programme bis 1.7.2017 kostenlos, aber bereits verschlüsselt sind, benötigt man ein CI+Modul (z.B. freenet). Ab Juli 2017 dann kostet der Empfang aller privaten Sender zusätzlich Geld, etwa 6 Euro im Monat.

Die Öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF bleiben uns kostenlos erhalten. Sie stellen aber ihren Sendebetrieb Zug um Zug auf DVB-T2 um. Das läuft regional unterschiedlich, soll aber Mitte 2019 abgeschlossen sein. Insgesamt sollen etwa 21 Programme in HD kostenlos zur Verfügungs gestellt werden, darunter u.a. ARD, Arte, Phoenix, ZDF, 3Sat, ZDFinfo, EinsFestival, Kika, ZDFNeo, tagesschau, EinsPlus, ZDFKultur und ein neues ZDF-JugendTV. Etwa eben so viele verschlüsselte Private werden ausgestrahlt.

Das Land Bremen verfügt über Sendekapazitäten auf Kanal 22 (ARD-Paket), Kanal 32 (ZDF-Paket) und Kanal 46 (noch nicht bekannt). Die Privaten bleiben auf Kanal 42 und 49. Auf dem Bremer Kanal 29 könnten neben ndr/nds, hr, wdr und mdr auch rbb, bayern und swf ausgestrahlt werden, da die NDR-Landesprogramme aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern über den Sender Steinkimmen auch in Bremen und in der Umgebung zu sehen sein würden. Die Planungen der Sender, die letztlich mehr Programmvielfalt für die Zuschauer bringen sollen, sind in vollem Gange.

Für Adolphsdorf kann man folgendes sagen: wir liegen wiedermal dazwischen. Zwar ist der Empfang der hochauflösenden Programme über DVB-T2 mit einer einfachen, nicht verstärkenden Zimmerantenne möglich, aber nicht zuverlässig und auch nicht überall im Dorfe. Da wird man mit diversen Verstärkerantennen im Zimmer experimentieren müssen, oder aber sich gleich, wie in der Anfangszeit des Fernsehens, für eine Dachantenne entscheiden müssen. Die meisten schauen ohnehin über ASTRA-Satellit, aber der Anteil der Antennenzuschauer liegt erstaunlicherweise bei etwa 25 %. Nicht zuvergressen sind natürlich die mobilen Empfangsmöglichkeiten des sog. "Überallfernsehens" (DVB-T-Werbung), die von einer steigenden Zahl von Zuschauern genutzt werden.

Empfangsgeräte finden Sie hier.  /  Weitere Infos zum Thema




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