Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Postzusteller haben es schwer Google+

Sonntag, 7. Februar 2016

Postzusteller haben es schwer

Meinung
In Adolphsdorf können wir ganz zufrieden sein mit der Post- und Paketzustellung. Die Zusteller sind freundlich und alles klappt recht pünktlich. Montags ist nun mal nichts los. Aber was man aus Lilienthal hört bekommt einen durchaus realistischen Hintergrund, wenn man einmal die Arbeitswelt betrachtet. Den Managern fällt nichts anderes ein als am Personal zu sparen, wenn die Aktionäre mal wieder mehr Geld einsacken wollen. Da wird gekürzt und ausgelagert, was das Zeug hält. Solange bis eben keiner mehr da ist, der die tatsächliche Arbeit macht. Zeitverträge und "unnatürliche Befristungen" sind die Regel in einer Arbeitswelt, die nur auf Quartalsergenisse und "Share-Holder-Value" (Gewinn der Anteilseigner) schielt. Mit der Aussicht in drei Monaten wieder auf der Strasse zu stehen oder wieder nur einen Zeitvertrag zu bekommen, wird niemand an Familienplanung denken können. Und Rente schon gar nicht. Ein Job hat auch nichts mit einem Beruf zu tun.

Wie komme ich da jetzt drauf? Ach ja: Post. Auch dort wird eingespart und gleichzeitig werden die Zustellbezirke vergrößert. Immer mehr Haushalte müssen durch eine Mitarbeiterstelle, die natürlich gerade ausgefallen ist, versorgt werden. Die Bezirke werden am grünen Tisch von Leuten zugeschnitten, die kaum jemeils eine Zustellertasche getragen haben. Macht doch nichts, es gibt ja EMail, hm!

Darum, seid nett zu den Zustellern. Sie haben es schwer zur Zeit!