Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: ... und dann ist alles weg! Google+

Donnerstag, 10. Dezember 2015

... und dann ist alles weg!

Ein Blitz ist in der Natur eine Funkenentladung oder ein kurzzeitiger Lichtbogen zwischen Wolken oder zwischen Wolken und der Erde. In aller Regel tritt ein Blitz während eines Gewitters infolge einer elektrostatischen Aufladung der wolkenbildenden Wassertröpfchen oder der Regentropfen auf. Er wird dabei vom Donner begleitet und gehört zu den Elektrometeoren. Dabei werden elektrische Ladungen (Elektronen oder Gas-Ionen) ausgetauscht, d. h., es fließen elektrische Ströme. Blitze können auch, je nach Polarität der elektrostatischen Aufladung, von der Erde ausgehen.

Künstlich im Labor mit Hochspannungsimpulsen erzeugte Blitze dienen deren Studium oder der Überprüfung von Einrichtungen des Stromnetzes hinsichtlich der Effekte von Blitzeinschlägen und der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen. Eine Blitzentladung ist deutlich komplexer als eine reine Funkenentladung. Die der natürlichen Blitzentstehung zugrunde liegenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten sind bis heute nicht abschließend erforscht.

Die Folgen einers Einschlags allerdings konnte man in Adolphsdorf am 29. und auch am 30.11 erleben. Es knallt in Serie, alles wird dunkel, das WLAN bricht zusammen und man landet (mit dem Handy) in einer Warteschleife des Telekommunikationsanbieters: "Sagen Sie EINS, wenn es um Strom und Gas geht. Sagen Sie ZWEI, wenn Ihr Telefon mal wieder eins drauf gekriegt hat!" - Mittlerweile kennt jeder Adolphsdorfer, der über einen Telefon- und/oder einen Internetanschluss verfügt, diese freundliche Stimme und muss sich in Geduld fassen. Meistens bekommen die Telefonkästen, die direkt an der Strasse stehen und über die auch das Internet läuft, einen Knacks mit. Ärgerlich, wenn es nicht dabei bleibt, und auch noch der eigene Router verschmort. Auch das kommt nicht selten vor und ist oft genug mit tagelangem oder sogar wochenlangem Warten verbunden. Service wird leider nicht sehr groß geschrieben bei den Telekommunikationsanbietern. Die Stellen für Mitarbeiter an der Basis werden gestrichen, denn die Aktionäre wollen Geld sehen. Internet ist jedoch so wichtig wie Wasser, Abwasser, Strom und Telefon. Für Betriebe ist es sogar überlebenswichtig. Wenn sich dann der Internetanbieter hinter einer "Hotline", deren Mitarbeiter im Allgäu oder auf Zypern sitzen, verschanzt, wird es richtig ärgerlich.

Manch einer denkt dann über einen "Anbieterwechsel" nach. Dem margentafarbenen Riesen aus Bonn gehört ohnehin noch die letzte Meile (Kupferkabel durch den eigenen Vorgarten). Damit Sie nicht den Telekommunikationsanbieter wechseln müssen, sollten Sie im Falle eine Blitzschadens umgehend die Dorfgemeinschaft informieren. Die Dorfgemeinschaft hat sich wegen der vielen Blitzschäden in der letzten Zeit bereits mit dem Anbieter in Verbindung gesetzt und sammelt "Einschlagsmeldungen". Irgendwann wird der hiesige Strom-, Gas- und Telefonanbieter etwas tun müssen. Besser heute als morgen!