Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Strassengeschichten Google+

Montag, 1. Juni 2015

Strassengeschichten

Ja, die Adolphsdorfer Strasse hat schon so ihre Tücken. Das liegt aber weniger an der Strasse selbst als an den Menschen, die sie nutzen. Im Land der dieselbetriebenen altdeutschen Wohnmöbel auf vier Rädern kann da so einiges passieren. Nur ein Beispiel: eines dieser zitierten Wohnmöbel steht in einer Auffahrt. Als Fahrer mit angepasstem Tempo denkt man, ok., der hat mich gesehen und weiss, dass ich auf der Strasse nun mal Vorfahrt habe. Aber denkste! Als hätte es nur auf ein anderes Fahrzeug gewartet, fährt das altdeutsche Wohnmöbel kurz vorher los und biegt auf die Strasse ein. Natürlich alles schön langsam. Bei hektischen Bewegungen des Fahrers könnte ihm ja sonst die Zigarre aus dem Mund fallen. Vorfahrt: Nie gehört!

Bei dem besagten angepassten Tempo ist das alles kein Beinbruch. Man ist ja mitfühlender Zeitgenosse auf der Strasse. Aber, dass das altdeutsche Wohnmöbel auf Rädern dann auch noch schön breit und platzgreifend in der Mitte der Strasse bleibt und gemächlich vorwärtszuckelt, hat schon etwas von Penetranz und Boshaftigkeit. Das Überholen im Normaltempo wird so zum Risiko, auch wenn die Strasse dazu breit genug ist. Rückwärtiges Kopfschütteln hiflt da auch nicht und ist erst Recht keine Entschuldigung für nicht eingehaltene Vorfahrtsregelungen. Und die gelten eben auch auf der Adolphsdorfer Strasse!

Mal angenommen, derjenige, der auf diese Weise praktisch zum Überholen gezwungen wurde, macht dabei Bekanntschaft mit einer Birke oder einem anderen Strassenbaum. Was dann? Diese Strassenbäume, die leider immer noch nicht ausweichen können, haben ein Preisschild umgehängt. Darauf steht 2500 EURO, zahlbar an die Kreishauptkasse. Der Ärger mit der hoffentlich vorhandenen KFZ-Haftpflicht kommt in jedem Fall dazu.