Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Linie 4 doch bis Worpswede? Google+

Mittwoch, 1. April 2015

Linie 4 doch bis Worpswede?

Bis zur Eröffnung der Strassenbahn-Linie 4 zum Falkenberger Kreisel hat niemand im Traum daran gedacht, dass sich das hartnäckige Gerücht doch bewahrheiten wird. Jetzt wurde aus gut unterrichteten Worpsweder Ratskreisen und von der Papenburger Baufirma Kampmann & Söhne bestätigt, dass die Planungen, die Linie 4 bis Worpswede fortzuführen, tatsächlich in die Tat umgesetzt werden sollen. Die Kosten sollen sich das Land Bremen und die Gemeinde Worpswede sowie ein Europäischer Regionalbahnförderfond, der die Hälfte der Gesamtkosten tragen soll, teilen. Soweit die Planung, die Rede ist immerhin von 18 Mio., die allein Worpswede in den nächsten Jahren für "nichtstationäre Liegenschaften" bereitstellen müsste. Sofern sich die Gespräche mit den Gründstückseigentümern an der geplanten Trasse weiterhin erfreulich entwickeln, soll der erste Spatenstich im Jahre 2018 erfolgen. 

Ersten Planungsskizzen zufolge soll die Linie zunächst einspurig geführt werden, mit einer "Entgegenkommer-Ausweichspur" in Worpshausen. Die Schienenführung soll für max. 140 km/h ausgelegt sein, die sogar erreicht werden könnten, da zwischen Worpswede und dem Falkenberger Kreisel keine Haltenstellen geplant sind. Die ÖPNV-Managementzentrale NORD-WEST in Bremen hält den Fertigstellungstermin 1. April 2024 für zu optimistisch, auch wenn, wie urprünglich gefordert, auf eine zweispurige Schienenführung gänzlich verzichtet werden würde. 

Das Niedersächsische Touristik- und Kleinkunst-Ministerium in Hannover lässt verlauten, dann man in der Schienenanbindung der Künstlerkolonie Worpswedes einen Schritt in Richtung 21. Jahrhundert sehe und das Projekt begrüsse. Die Bremer Strassenbahn AG, die als Hauptbetreiber der Strecken ein gewichtiges Wort mitzureden hätte, hält sich bedeckt. Andere Vorhaben, wie die starssenbahnmässige Anbindung der Bremer Stadtteile Lesum, Vegesack und Blumentahl hätten absolute Priorität. Auch liesse das bisherige Fahrgastaufkommen zwischen Falkenberg und Borgfeld sehr zu wünschen übrig.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass einer Strassenbahnlinie nach Worpswede das Schicksal des Berliner Fluhafens oder des Stuttgarter Bahnhofs beschieden sein könnte. Träume allerdings sind erlaubt.