Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Kino mit Frühlingsgefühlen Google+

Donnerstag, 5. März 2015

Kino mit Frühlingsgefühlen

Monsieur Claude und seine Töchter

1. April: Claude und Marie Verneuil aus Chinon sind stolze Eltern von vier erwachsenen Töchtern. Zum Leidwesen des Notars und bekennenden konservativen Gaullisten heiraten seine drei älteren Töchter entgegen seinem Willen keine katholischen Franzosen. Tochter Odile ist mit dem erfolglosen jüdischen Geschäftsmann David verheiratet, Isabelle hat sich mit dem algerischstämmigen muslimischen Rechtsanwalt Rachid vermählt und Ségolène ist Ehefrau des chinesischstämmigen Bankers Chao Ling. Seine einzige Hoffnung auf den wunschgemäßen Schwiegersohn ruht auf der jüngsten Tochter Laure. Stets wenn Familienfeiern anstehen, kommen die Vorurteile der Verneuils gegenüber den Schwiegersöhnen zur Sprache, etwa anlässlich der Beschneidung von Claudes Enkel Benjamin. Aber auch untereinander hegen die Schwiegersöhne Vorurteile.Frieden scheint erst einzukehren, als Claude und Marie ihre Töchter und Schwiegersöhne zur Weihnachtsfeier einladen, wo sich der Schwiegervater entschuldigt, David, Rachid und Ling zusammenfinden und die Familie sogar zur katholischen Messe begleiten.

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Madame Mallory und der Duft von Curry

6. Mai: Bereits als kleiner Junge probiert Hassan Kadam zusammen mit seiner Mutter in der Küche des Familienrestaurants neue Rezepte, Aromen und Gewürze aus. Als er erwachsen ist, steht für ihn fest: Er will und muss einfach Koch werden. Doch dann wird die Familie in Indien Opfer eines politischen Angriffs und Hassans Mutter stirbt. Die Kadams beschließen, in Europa neu anzufangen. Aufgrund einer Autopanne landen sie schließlich in einem kleinen südfranzösischen Dorf, wo Papa Kadam ein leerstehendes Haus erwirbt, welches er in das "beste indische Restaurant" im Ort verwandeln möchte. Dass die Einheimischen der indischen Küche eher skeptisch gegenüberstehen, ist das kleinere Problem. Denn genau gegenüber gibt es ein Sterne-Restaurant, geführt von der rigiden und ehrgeizigen Madame Mallory. Und die ist entschlossen, den Kampf der französischen Haute Cuisine gegen den Duft von Curry aufzunehmen. Schon mit CHOCOLAT gelang Lasse Hallström eine überaus gekonnte filmische Aufbereitung kulinarischer Genüsse. Und auch mit dieser Romanverfilmung - nach der Vorlage von Richard C. Morais - schafft er es, die Aromen, Düfte und Gewürze, von denen die Rede ist, für den Zuschauer fast physisch greifbar auf die Leinwand zu bannen.

In der Hauptrolle glänzt Helen Mirren, deren geschürzte Lippen und ein strenger Blick nicht über die Leidenschaft hinwegtäuschen können, die Madame Mallory für Essen und das Kochen empfindet. Als stolzes und manchmal stures indisches Familienoberhaupt, das sich mit Madame mehr als ein wortgewandtes Rededuell liefert, ist Om Puri genau die richtige Besetzung, ebenso wie Manish Dayal als junger leidenschaftlicher Koch Hassan. Das Setting im malerischen Dorf wirkt in seiner zauberhaften und farbenfrohen Gestaltung wie eine Theaterkulisse, in der sich die kleinen und großen Dramen dieses Culture Clashs abspielen. Doch auch vor unterschwelligen politischen Konflikten scheut der Film nicht zurück. Am Ende jedoch gewinnen das friedliche Miteinander der Kulturen und der Respekt voreinander. Und natürlich die Lust am guten Essen. MADAME MALLORY UND DER DUFT VON CURRY ist sinnliches Sommerkino, das auf der Zunge zergeht. Ein köstlicher Filmgenuss. 

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Wir sind die Neuen

3. Juni: Anne, eine etwa 60 Jahre alte Biologin, muss aus ihrer bisherigen Stadtwohnung in München ausziehen und kommt – auch aus finanziellen Beweggründen – auf die Idee, eine Wohngemeinschaft mit ihren Mitbewohnern aus der Studentenzeit zu gründen. Von ihren alten Freunden zeigen sich schlussendlich aber nur der Single Eddi und der erfolglose Jurist Johannes bereit, mit ihr zusammenzuziehen.Ihre neuen Nachbarn, die Studenten Katharina, Barbara und Thorsten, welche in der Examensphase nicht beim Lernen gestört werden wollen, beschweren sich schon bald bei den drei Neuankömmlingen über zu viel Lärm und verlangen, dass die Hausordnung penibel eingehalten wird. Der entstehende Generationenkonflikt führt zu zahlreichen Situationen, in denen sich die beiden Parteien in die Haare geraten. Doch eines Tages wendet sich das Blatt und die Alten müssen nun ihren jungen Mitbewohnern, die durch Stress und Liebeskummer aus der Spur geraten sind, helfend unter die Arme greifen.

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