Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Coole Tour diese Kohltour Google+

Sonntag, 8. März 2015

Coole Tour diese Kohltour

Wenn man "cool" mit kühl oder kalt übersetzen will, dann trifft nichts davon auf die diesjährige Kohl- und Pinkelfahrt der Dorfgemeinschaft Adolphsdorf zu. Es war ganz und gar nicht kalt am letzten Sonntag. Die Kohl- und Pinkleljünger hatten den ersten Frühlingstag des Jahres 2015 mit Temperaturen bis 19 Grad erwischt. Trotzdem musste natürlich zünftig innerlich aufgewärmt werden. Anneliese Feldmann braucht dazu bei ihrer Begrüßung nicht viele Worte, denn der "Bollerwagen" stand bereit. Der Bewegungsteil der Tour führte in diesem Jahr über eine Distanz von knapp 3 Kilometern, über eine Strecke, die vielen noch vom letzten Jahr und vom Jahr davor bekannt war. So fanden die meisten die richtigen Stellen für die notwendigen Pausen von ganz allein.

Auch das rechtzeitige Abbiegen zum Adolphsdorfer Kohl- und Pinkeltempel, dem Heuhotel Hof Berger, klappte nach dem Gruppenbild, auf dem allerdings nicht alle Platz fanden. Die Hitparade der beliebtesten Kohl- und Pinkelrestaurants zwischen Hamme, Wümme und Geest hatte schlagartig einen neuen Tabellenführer, nach dem ersten Gang. Man kann es nicht beschreiben, so gut war's. Kohl- und Pinkel satt, wie im letzten Jahr.

Und dann der zweite Gang: Schokopudding mit Familiensauce und Schokolade. Für die, die es härter mögen, gab es auch Pudding, aber mit Rosinen, die lange Zeit in Rum gelebt haben. Rudolf Berger musste an dieser Stelle seine übliche Warnung vor den Folgen eines übermässigen Rosinengenusses anbringen. 

Zum Schluss versuchte Hermann Wrieden als Oberkellner noch einem wählerischen Gast, der etwas "Cooles" wollte, einen "Eskimo-Cocktail" mit unendlich viel Eis zu servieren. Nach vielen verständlichen Missverständnissen gaben Gast und Kellner auf. An dieser Stelle sei ein wenig Werbung für die Theatergruppe des Heimatvereins Neu St.-Jürgen gestattet. In diesem Jahr steht die "Sülverhochtied" im Schützenhof Hüttenbusch auf dem Programm.

Übrigens, so eine Kohltour sorgt auch für Bildung. Die Frage, warum gehört Adolphsdorf eigentlich zu Grasberg, konnte geklärt werden. Adolphsdorf gehörte schon seit der Gründung zum "Kirchspiel Grasberg". In früheren Zeiten spielte die Kirche und die Gemeinde eine zentralere Rolle im Denken der Menschen. Bei der Eingemeindung Adolphsdorfs nach Grasberg im Jahre 1974 hat man auf diese traditionellen Bindungen Rücksicht genommen. Ganz nebenbei: Wasserleitungen gibt es in Adolphsdorf seit 1963, und damit viel länger als in den umliegenden Ortsteilen. Auch die einheitlich, markanten weissen Pfähle mit Hausnummer und Namen an den Eingängen und Zufahrten, um die die umliegenden Ortsteile Adolphsdorf beneiden, und die der damalige Bürgermeister Feldmann ersonnen hat, wurden in dieser Zeit eingeführt. Die Adolphsdorfer Strasse glich in den Tagen eher einem sandigen Feldweg mit entsprechenden Matsch- und Schlaglöchern. Nachdem die alten roten Klinkersteine aufgenommen waren, musste der Grund erst "ausgekoffert" werden und einige Monate lagern, bevor mit der Asphaltierung begonnen werden konnte. 1965 war es dann soweit und die Adolphsdorfer Strasse erstrahlte im neuen Glanz und mit neu gepflanzten Chaussee-Bäumen. Und nun gucken Sie mal wie groß die jetzt schon wieder sind. Kinners, nee, wie die Zeit vergeht!

Bilder von der Kohltour - frisch von der Linse und unbearbeitet - finden Sie in den "Adolphsdorfer Dokumenten, im Verzeichnis Bilder/2015.