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Freitag, 23. Januar 2015

Funkloch Adolphsdorf?

Bereits 1985 wurde das C-Netz in Deutschland eingeführt. Mit einer Kapazität von 800.000 möglichen Teilnehmern war es das letzte rein analoge Mobilfunknetz und brachte eine Reihe von Verbesserungen mit, die man heute noch in den aktuellen Systemen erkennen kann. So waren die Gesprächsteilnehmer in allen Funkbereichen über eine Zugangskennzahl (0161) erreichbar und man konnte nun auch während des Gespräches die Funkzone verlassen, ohne dass es zu einem Abbruch der Verbindung kam. Des Weiteren war ein Teilnehmer im C-Netz nicht mehr an das eigentliche Endgerät gebunden. Die Teilnehmeridentität wurde auf einer Magnetkarte gespeichert, die den Netzzugang mit jedem beliebigen Mobiltelefon herstellen konnte und die somit als Vorläufer der heutigen SIM-Karte bezeichnet werden kann. Hauptkritikpunkte am C-Netz waren die schlechte Sprachqualität und das hohe Abhörrisiko. Abgelöst wurde das letzte analoge Mobilfunknetz bereits 1991 von dem heute noch aktiven, digitalen D-Netz. Komplett eingestellt wurde das analoge Mobilfunknetz schließlich in der Silvesternacht vom Jahr 2000 auf 2001.

Das D-Netz und das E-Netz

Das D-Netz und das E-Netz sind derzeit die beiden geläufigsten Mobilfunknetze in Deutschland. Das D-Netz ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern ein digitales, mehrdienstfähiges (Sprache, Text, Daten) Mobilfunknetz, das auf dem seit 1982 geplanten europäischen Standard GSM (Group SpecialMobile) basiert. Es ermöglicht die grenzüberschreitende Nutzung des eigenen Mobiltelefons in über 200 Staaten weltweit. In Deutschland greifen hauptsächlich zwei Anbieter auf die Frequenzen im D-Netz zurück: Die Deutsche Telekom und Vodafone.

Das E-Netz ist ebenfalls ein digitales Mobilfunknetz, das auf dem DSC-1800 Standard basiert und sich lediglich durch die abweichenden Frequenzbereiche und die geringere Sendeleistung der Endgeräte vom D-Netz üblichen GSM Standard unterscheidet. In Deutschland greifen hauptsächlich zwei Anbieter auf die Frequenzen im E-Netz zu: E-Plus und  O2.

Da inzwischen zum Ausgleich von Funkengpässen auch T-Mobile und Vodafone im Jahre 1999 Frequenzen im E-Netz erworben haben und umgekehrt im Jahr 2006 sowohl E-Plus als auch O2 Frequenzbereiche im D-Netz zugewiesen bekommen haben, ist die vorherige scharfe Trennung etwas aufgeweicht worden.

UMTS, HSDPA+ und LTE

Im Sommer 2000 wurden insgesamt sechs Lizenzen für das Mobilfunknetz der dritten Generation zu einem Spitzenbetrag von circa 50 Milliarden Euro versteigert. Die Rede ist vom „Universal Mobile Telecommunication System“ oder kurz: UMTS. Der Vorteil gegenüber dem GSM und DSC-1800 Standard ist die deutlich höhere Datenübertragungsrate. Alle vier Netzbetreiber - die Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus, O2 - bieten seit 2004 UMTS in Deutschland an. Durch Smartphones und Tablets gewann UMTS schnell an Boden.

Die vierte Mobilfunkgeneration LTE (Long Term Evolution) soll hinsichtlich der Übertragungsgeschwindigkeit und Stabilität neue Maßstäbe setzen: Der Mobilfunk der vierten Generation ist mehr als zehnmal so schnell wie UMTS samt Ausbaustufe HSDPA+. Damit waren bisher Geschwindigkeiten von theoretisch maximal 14,4 Megabit pro Sekunde möglich - mit LTE kann eine Geschwindigkeit von über 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Auch die Übertragungsstabilität kann beim LTE-Standard im Gegensatz zum Vorgänger UMTS punkten: Dank der ausreichend hohen Übertragungsrate können zahlreiche Teilnehmer gleichzeitig und ohne Störung erreicht werden.

Die stabile Übertragungsqualität von LTE eröffnet auch neue Wege im Unterhaltungsbereich, denn dank LTE kann beispielsweise unterwegs auf Video-on-Demand-Angebote zugegriffen werden. Und auch die Videotelefonie dürfte durch LTE an Beliebtheit gewinnen.

Umfrage

Adolphsdorf ist nicht so riesig, und dennoch gleicht es funkmässig einem Flickenteppich. An manchen Stellen muss man auf den Misthaufen krabbeln, um einen halben Feldstärke-Balken zu ergattern. Woanders wird das Badezimmer nur durch die Mobilfunkstärke beleuchtet und zehn Meter weiter ist man gerade Mittelwellen-Radio möglich. Wie sind Ihre ganz speziellen Erfahrungen? Welchen Anbieter empfehlen Sie? Bitte, nehmen Sie sich kurz Zeit und machen Sie die kleine Umfrage zum Mobilfunk in Adolphsdorf mit.

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