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Dienstag, 16. Dezember 2014

Das Rote vor dem Komma

Rekordverdächtige 21 Minuten hatte vor zwei Wochen der Finanzausschuss benötigt, um über den Haushaltsentwurf der Gemeinde für das nächste Jahr zu beraten. In der Gemeinderatssitzung sah es nun so aus, als würde dieser Schnelligkeitsrekord noch überboten. Dann aber wurde unversehens wieder eine Debatte daraus.

Der Ergebnishaushalt, aus dem die laufenden Ausgaben der Gemeinde bestritten werden, weist Erträge von 9.451.100 Euro und Aufwendungen von 9.881.900 Euro auf. Wer Kopfrechnen kann oder einen Taschenrechner besitzt, kommt auf 430.800 Euro im Minus. Im Finanzhaushalt sind vorerst 676.200 Euro für Investitionen eingesetzt.

Zwar steigt die Einkommenssteuer von 2,1 auf 2,9 Millionen Euro, aber ungleich stärker sinken die Einnahmen aus der Gewerbesteuer – von drei auf 1,35 Millionen Euro. Auf der anderen Seite muss die Gemeinde nächstes Jahr 3,1 Millionen Euro Kreisumlage zahlen, eine halbe Million Euro mehr als 2011. Die meisten Haushaltsposten seien von äußeren Einflüssen bestimmt, die freiwilligen Leistungen der Kommune machten wohl nur noch ein Prozent des Haushaltsvolumens aus. Für Straßenreparaturen seien nächstes Jahr nur 200.000 Euro eingesetzt. Der Anbau ans Rathaus mit dem Ratssaal und die Sporthalle in Dannenberg schlagen durch und tragen ihren Teil zum Minus in der Kasse bei.

Wenn auch die Einkommenssteuereinnahmen gestiegen sind, muss gespart werden. Und wo kann eine Gemeinde sparen? Gute Vorschläge nimmt das Rathaus sicherlich gern entgegen.

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