Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Facebook ändert und alle sollten hellhörig werden Google+

Freitag, 28. November 2014

Facebook ändert und alle sollten hellhörig werden

Facebook aktualisiert seine AGBs und Nutzer sollten aufpassen:

Datenschutz: Facebook will es Nutzern leichter machen, zu entscheiden, wer ihre Inhalte sieht. Dazu gibt es jetzt interaktive Anleitungen und auch Möglichkeiten, die Analyse von besuchten Seiten und Apps zu kontrollieren. Verbraucherschützerin Petri weist darauf hin, dass der Nutzer hier aktiv tätig werden muss. Neue Funktionen müssten in der Regel abgestellt werden, wenn man mit ihnen nicht einverstanden sei. Und man müsse sich bewusst sein, dass trotz aller Einstellungen Facebook selbst immer alles erfahre und möglicherweise auswerte.

Standortdaten: Künftig können Standortdaten mit denen der Freunde und mit Werbeanzeigen verbunden werden. Wer also seinen Standort teilt, kann beispielsweise Informationen über Restaurants in der Nähe oder Neuigkeiten von Freunden in der Umgebung angezeigt bekommen. Wer das nicht möchte, sollte der Facebook-App auf seinem Smartphone keinen Zugriff auf das GPS-Modul gewähren.

Werbung: Facebook will Werbung mehr auf den Einzelnutzer zuschneiden. Bislang sind Inhalte der Werbeanzeigen unter anderem von "Gefällt mir"-Angaben abhängig. Bald sollen auch besuchte Internetseiten und genutzte Apps ausgewertet werden. Das Netzwerk ist in der Lage, die Aktivitäten seiner eingeloggten Nutzer im Netz teilweise nachzuvollziehen. Wer dann etwa online ein Paar Sportschuhe kauft, könnte beispielsweise Anzeigen für Sportkurse oder andere Trainingskleidung sehen. Wer Urlaubsziele recherchiert, sieht Werbung von Reiseveranstaltern. 

Künftig sollen Facebook-Nutzer Werbeanzeigen auch auf ihre Relevanz hin bewerten können: Dazu wird auch sichtbar gemacht, in welche Zielgruppe Facebook die Nutzer einordnet und warum man eine bestimmte Anzeige sieht. Facebook will so sicherstellen, dass Nutzer nur relevante Werbung sehen.

Neue Funktionen: Das Netzwerk will seine Kunden durch neue Optionen wie einen "Kaufen"-Knopf enger an sich binden. So könnte der Kauf von Waren direkt über das Facebook-Konto erfolgen. Damit könnte das Unternehmen neben Nutzungsdaten auch an Einkaufsgewohnheiten und Zahlungsdaten der Kunden kommen. "Aus Verbraucherschutzsicht ist das sehr kritisch zu bewerten", sagt Sabine Petri. Durch Zusammenführung dieser Daten könnten umfassende Personenprofile erstellt werden.

Keine Chance, einzelnen Änderungen zu widersprechen

Der Nutzer habe keine Chance, den Änderungen zu widersprechen, sagt Petri. Das bedeutet: Wer mit den neuen AGB nicht einverstanden ist, darf sich ab dem 1. Januar nicht mehr im Netzwerk einloggen.

Der Hammer kommt noch

Grundsätzlich wird empfohlen die Sichtbarkeit von Beiträgen stark zu kontrollieren und in den Privatsphäre-Einstellungen auf minimale Auswertung der persönlichen Daten zu Werbezwecken zu setzen. Und: Nutzer sollen wachsam sein und regelmäßig nachsehen, ob die Einstellungen noch so sind, wie man sie eingestellt hat!

Nanu, wer schraubt denn da noch mit?