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Mittwoch, 4. Dezember 2013

Es bläst der Wind und morgen der Orkan

Noch ist es Zeit sich im Hof und im Garten einmal umzuschauen, was herumliegt und gefährlich werden könnte!

Donnerstagvormittag: Noch herrscht Flaute in Süddeutschland. Im Norden weht bereits kräftiger Südwestwind. An der Küste drohen extreme Böen.

Donnerstagmittag: "Für den Norden erwarten wir in dieser Zeit eine sehr schnelle Windzunahme", sagt Frank Böttcher vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation IWK. Auch im Rheinland und in Hessen frischt es nun deutlich auf. Im Süden aber ist immer noch nichts zu spüren.

Donnerstagnachmittag: An der Küste bläst ein Orkan. In Nordfriesland könnten Böen von bis 150 km/h auftreten, warnt Böttcher. "Auf Helgoland und Sylt können vielleicht auch 180 Kilometer in der Stunde oder mehr erreicht werden", sagt der Meteorologe Fabian Ruhnau von Meteomedia. Im gesamten Norden, Osten und Westen drohen extreme Sturmböen, also auch in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. In Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen sind Orkanböen von bis zu 120 km/h möglich, in Schleswig-Holstein sogar vereinzelt 140km/h, warnt das IWK. Ähnlich windig kann es an der Ostsee und in den Mittelgebirgen in höheren Lagen werden. Auf dem Brocken seien Böen mit mehr als 180km/h möglich. Am Donnerstag dreht der Wind erst auf West, später auf Nordwest. Begleitet wird der Sturm von teils heftigen Regenfällen, melden die Wetterdienste. Nur der äußerste Süden könnte zunächst trocken bleiben.

Donnerstagabend: Der Regen geht vielerorts in Schnee über. Wann der Sturm sein Maximum erreicht, ist noch unklar. Der Deutsche Wetterdienst DWD erwartet den "Höhepunkt der Entwicklung für Donnerstagabend und im Osten in der Nacht zum Freitag". Andere Dienste meinen, die schwersten Böen kämen bereits am späten Nachmittag. Übereinstimmend sagen die Wetterdienste bis in den Abend hinein starken Sturm in allen Regionen nördlich des Mains vorher. An der deutschen Nordseeküste bestehe die Gefahr einer Sturmflut, warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie. Auch eine schwere Sturmflut sei möglich. Für eine genauere Prognose sei es aber noch zu früh.

Donnerstagnacht: "Wie hoch die Nordsee steigt, lässt sich noch nicht vorhersagen", sagt Thomas Sevärt von Meteomedia. Der maximale Wasserstand hängt davon ab, wie stark der Wind zum Zeitpunkt des Gezeitenhochwassers weht und aus welcher Richtung er dann kommt. Vermutlich werde die Wetterlage ähnlich ablaufen wie zur großen Flut von 1962, als Teile Hamburgs bei Nordwestwind und einem Wasserstand von 5,70 Meter über Normalnull überschwemmt worden waren. Seither wurden die Deiche erheblich erhöht, auch an der Nordsee, so dass sie bereits mehrfach höheren Fluten als 1962 getrotzt haben. Abseits der Küsten wird vielerorts Straßenglätte zur Gefahr. In der Nacht zu Freitag sei in ganz Deutschland verbreitet mit Schneefall zu rechnen, erklärt das IWK.

Freitagvormittag: Vielerorts droht Straßenglätte nach starkem Schneefall in der Nacht. Im Norden werde es auch Freitagfrüh noch stark stürmen, warnen die Wetterdienste. Im Laufe des Tages wird der Wind schwächer. An der Nordsee droht auch am Freitag Sturmflut. Die Nordsee wird die Pegel in Hamburg vermutlich in den frühen Morgenstunden auf den Höhepunkt treiben und manche Straßen überfluten, sagen die Meteorologen voraus. Mit dem Nordwestwind treibt "Xaver" zudem kalte Polarluft nach Deutschland. Am Freitag werde es voraussichtlich bis in die Niederungen im ganzen Land vielerorts schneien.