Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Die Grüne Hölle von Bergedorf Google+

Freitag, 22. November 2013

Die Grüne Hölle von Bergedorf

"Da hat kein unbeleuchteter Fussgänger eine Chance", sagte kürzlich ein Passant, der einen Brief in den Briefkasten an der Ecke einwerfen wollte und gerade nochmal vor einem geblendeten Autofahrer davongekommen war. "Autos, die bei Dunkelheit vom Hörenberg herunterkommen, sehen Dich nicht".

Tatsächlich, Autos, die aus dem dunkel-verschlafenen und nur sporadisch beleuchteten Worpswede in Richtung Grasberg den Berg herunterkommen und um die leichte Rechtskurve biegen, erleben schlagartig ihr Grünes Wunder. Hinter der Grünen Wand, deren Leuchtstärke fürs Weserstadion voll ausreichend sein würde, kann man z.B. selbst einen LKW nur erahnen. Die Rede ist von der neuen Ampelanlage an der Kreuzung Hörenberg/Bergedorfer Kirchdamm und Bergedorfer Straße, die man tatsächlich als Grüne Hölle bezeichnen könnte. Ein echtes Risiko, auch wenn Grün für die Autofahrer natürlich freie Fahrt bedeutet und somit jegliche Schuldfrage von vorneherein geklärt sein dürfte. Pech jedoch für alle Fussgänger, Radfahrer, Schiebkarren- oder Rollstuhlfahrer, die eine vermeintlich ruhige Kreuzung an vorgeschriebener Stelle mal zwischendurch überqueren wollen. Diese Leute gibt es und ... Warum warten, es kommt ja doch nie jemand. Und dann aber doch: Das grelle Grün macht sie alle für die Autofahrer unsichtbar.

Meine Meinung: Da wäre es für alle Beteiligten dann schon wieder sicherer, wenn an dieser Stelle keine teure Ampelanlage installiert worden wäre. Die alte Vorfahrtregelung war doch recht eindeutig, zumindest für Leute, die die Verkehrsschilder lesen / verstehen können.