Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: RTL hält an DVB-T-Ausstieg fest Google+

Freitag, 25. Oktober 2013

RTL hält an DVB-T-Ausstieg fest

Während die Mediengruppe RTL an ihrem Ausstieg aus der digitalen Terrestrik festhält, will Pro Sieben Sat 1 die Zukunft der Terrestrik aktiv mitgestalten – unter Bedingungen. „Wir begrüßen die Entscheidung von ARD und ZDF zur Weiterentwicklung der Terrestrik“, sagte eine Pro Sieben Sat 1-Sprecherin gegenüber INFOSAT. Die Ausgestaltung einer DVB-T2-Ausstrahlung sowie deren Einführung könne nun näher diskutiert werden. „Wir erwarten uns jedoch eine klare Unterstützung der Politik, die Frequenzthematik auf der kommenden Weltfunkkonferenz 2015 im Sinne des Rundfunks zu lösen. Der Erhalt der Frequenzen für den Rundfunk über 2020 hinaus gibt Investitionssicherheit und ist damit Grundlage für die zukünftige Ausrichtung der digitalen Terrestrik. Nur so kann dieser Übertragungsweg auch zukünftig wirtschaftlich tragfähig bleiben“, betonte sie. Unter den genannten Bedingungen sei Pro Sieben Sat 1 „gerne bereit, die Zukunft der Terrestrik aktiv mitzugestalten“.

RTL: „Entscheidung ist so, wie sie ist“

Die Mediengruppe RTL hält dagegen an ihrem Ausstieg aus der digitalen Terrestrik fest. „Weder an der von uns adressierten Planungssicherheit hinsichtlich der Rundfunkfrequenzen hat sich etwas geändert, noch sehen wir derzeit eine Möglichkeit, künftig faire und zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu etablieren. Insofern ist die Entscheidung so, wie sie ist“, erklärte ein Sprecher der Mediengruppe RTL Deutschland am 4. Oktober gegenüber INFOSAT.

Die ARD und das ZDF wollen ab 2017 auf die nächste Generation des digitalen Antennenfernsehens umsteigen. Der Umstieg soll bis 2020 abgeschlossen sein. DVB-T2 ist nicht abwärtskompatibel zu DVB-T, die Sender planen dabei den Einsatz des neuen Videocodecs HEVC (auch bekannt als H.265). Die Zuschauer müssen entsprechend ihr Empfangsgerät einmalig umrüsten. Davon abgesehen bleibe der terrestrische Empfang weiter kostenlos, heißt es bei den Öffentlich-Rechtlichen. Für die Realisierung des Umstiegs braucht der Rundfunk Planungssicherheit bezüglich der Verfügbarkeit der Frequenzen, darin sind sich ARD und ZDF einig. Die ARD setzt sich dafür ein, die 700-MHz-Frequenzen mindestens bis zum Ende der Umstiegsphase 2020 zu erhalten. Das ZDF hat dem „überraschenden Plan“ der Bundesnetzagentur, das für die Rundfunkverbreitung wichtige 700-MHz-Band bereits 2015 zu versteigern und ab 2017 dem Mobilfunk für eine Nutzung zur Verfügung zu stellen, deutlich widersprochen. Eine veränderte Nutzung des 700-MHz-Bandes kann auch aus Sicht des ZDF frühestens ab 2020 erfolgen.