Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Tabletten vom Lieferwagen immer donnerstags Google+

Sonntag, 15. September 2013

Tabletten vom Lieferwagen immer donnerstags

Alterung und Schwund der Bevölkerung treffen vor allem ländliche Regionen hart. „Wo die Bevölkerung deutlich geschrumpft ist, lässt sich die gewohnte Versorgung schon heute nicht mehr garantieren“, sagte Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, am Montag in Berlin. Der Niedergang vieler ländlicher Regionen sei nicht zu stoppen, lautet das Urteil der Wissenschaftler. Schon in den Jahren 2005 bis 2010 hätten zwei Drittel aller ländlichen Gemeinden und Kleinstädte Einwohner verloren. Mit sinkenden Einwohnerzahlen wird es für Kommunen immer schwieriger, die gewohnte Infrastruktur zu erhalten.

Das trifft die medizinische Versorgung auf dem Land, wo sich immer mehr Lücken offenbaren, aber auch die Versorgung mit Arzneimitteln. Denn Apotheker müssen ihr Angebot ebenfalls an den demographischen Wandel anpassen: Keine Laufkundschaft, immer weniger Arztpraxen in der Nähe. Unter diesen Bedingungen kommt eine Apotheke wirtschaftlich schnell an ihre Grenzen.

Um Menschen in ländlichen Gebieten weiter mit Arzneimitteln zu versorgen, seien neue Modelle gefragt, sagte Max Müller, Vorstandsmitglied und Strategiechef von DocMorris am Mittwoch in Berlin. „Wenn die Menschen nicht mehr zur Apotheke kommen können, muss der Apotheker eben zu ihnen kommen.“  Eine Lösung für die flächendeckende Versorgung auf dem Land könnte nach Auffassung von DocMorris ein Apothekenbus bieten. Das Versandapothekenunternehmen hat deshalb einen Prototypen vorgestellt, der in den kommenden Wochen durch Deutschland fahren soll. Damit will Doc Morris die Versorgungslücken in ländlichen und strukturschwachen Regionen thematisieren.

Weiterlesen