Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Genial & Banal: Kugelschreiber Google+

Montag, 2. September 2013

Genial & Banal: Kugelschreiber

Kugelschreiber: Der ungarische Journalist Lazlo Biro hatte beobachtet, dass Druckerschwärze schneller trocknet als Tinte und dadurch nicht verwischt. Ärgerlich war nur, dass die Schwärze so dickflüssig war, dass sie nicht aus einem Füller fließen konnte. Die zündende Idee soll ihm gekommen sein, als er Kindern beim Murmelspielen zuschaute. Eine der Kugeln rollte durch schmutziges Wasser und hinterließ eine Spur auf dem Straßenpflaster.
Seit 1938 tüftelte Biro dann an einem Stift, der die Druckerschwärze über ein rollendes Kügelchen gleichmäßig auf dem Papier verteilt. Am 10. Juni 1943 war es soweit: Der erste Kugelschreiber wurde patentiert und damit das lästige Eintauchen des Füllfederhalters ins Tintenfass überflüssig. Die ersten Kugelschreiber für den privaten Verbrauch verkaufte das Kaufhaus Gimbel am 21. Oktober 1945 in New York. Mit 12,50 Dollar damals kein Schnäppchen. Vier Jahre später erreichte das praktische Schreibutensil den deutschen Markt - für zwanzig Mark das Stück. Erst als der französische Baron Marcel Bich 1950 Biro das Patent abkaufte, die Firma Bic gründete und in Millionenstückzahl produzierte, wurde der Schreiberling massentauglich.