Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Ostersonntag = Osterfeuer in Adolphsdorf Google+

Montag, 1. April 2013

Ostersonntag = Osterfeuer in Adolphsdorf

Auch in diesem Jahr, am Ostersonntag, gab es in Adolphsdorf wieder ein Osterfeuer. Vielen Besuchern  erschien der gesammelte Sträucherhügel größer als in den Jahren zuvor. Das mag daran liegen, dass die eingeplante Anlieferzeit in diesem Jahr viel länger war. Es kommt in Land und Garten auch so einiges zusammen. Das Feuer war in jedem Fall geeignet die Kälte zu vertreiben: Vorne geröstet, hinten gefrostet, da heisst es dann rechtzeitig wenden. Wie das gemacht wird, konnte man im "Verpflegungspavillon" bei leckerer Bratwurst aus der Hand beobachten. Ein Dank an alle Organisatoren, Helfer und insbesondere an die Freiw. Feuerwehr Adolphsdorf, die auch nach dem Feuer ein Auge ausf Feuer hatte.

Und was lernen wir bei Wikipedia über den Brauch der Osterfeuer? ....Als weltliche Volkssitte ist das Osterfeuer seit 1559 bezeugt. Vorchristliche Traditionen sind nicht belegt. Osterfeuer werden meist am Karsamstag entzündet, mancherorts, vor allem in Westfalen/Lippe, auch erst am Abend des Ostersonntags. Im Sauerland werden sie oft sogar erst am Ostermontagabend abgebrannt. Es handelt sich um möglichst hoch aufgetürmte Holzstöße aus Baum- und Strauchschnitt. Mancherorts befindet sich zuoberst des Stapels eine Hexenpuppe aus Stroh. Die Holzstöße werden auf Feldern so errichtet, dass sie weithin sichtbar sind. Der Brauch ist vor allem in ländlichen Gegenden üblich, wo die Dörfer einen Wettstreit um das höchste Feuer abhalten und die Holzstapel in den Nächten vor Ostern bewachen. Am Karsamstag trifft man sich dann gesellig zu Bier bzw. Glühwein und einer Köstlichkeit vom Grill. Bei dieser geselligen Runde entbrennt auch noch in einigen Gegenden Brandenburgs ein Wettstreit, mit Geldeinsätzen für den öffentlichen Zweck z. B. die Feuerwehrkasse, über den Zeitpunkt des Verbrennens bzw. Umknickens einer im Holzstapel aufgestellten Birke. Die Osterfeuer entlang der Unterelbe locken viele Schaulustige an.

 

Da die Holzstapel über viele Wochen angesammelt werden, verkriechen sich hier häufig Kleintiere, die vor dem Anzünden verjagt werden müssen. Naturschützer warnen deshalb vor Osterfeuern. Eine gute Lösung ist es, den Holzstapel vor dem Entzünden umzuschichten. In vielen Orten sind Osterfeuer heute genehmigungspflichtig. Teilweise wird auch Baumschnitt verbrannt, der wegen Insektenbefalls nicht kompostiert werden kann. Hier ist Verbrennen sogar die umweltfreundlichere Entsorgung dieses belasteten Materials. Auch werden in Westfalen häufig nach dem Dreikönigstag die Weihnachtsbäume von verschiedenen Jugendverbänden gesammelt und ebenfalls verbrannt.