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Sonntag, 10. Februar 2013

In der Music Hall: Axel Prahl

Wenn Axel Prahl – der medial Traumquoten erzielt und von der Kritik wie vom Boulevard Traumnoten bekommt - nun zur Gitarre und zum Mikrophon greift, hat dies nichts mit dem Wunsch nach öffentlicher Abrundung einer, seiner Karriere zu tun: Es ist einzig einem bislang leider sträflich vernachlässigtem Bestandteil des eigenen Lebensentwurfes geschuldet. Als Axel bekam er als Achtjähriger die erste Gitarre aus einem schwachbunten Quelle-Katalog, als Dreizehnjähriger träumte er davon, mal eine Schallplatte zu machen, als junger Mann versucht er sein Glück mit einem Musikstudium auf Lehramt in Kiel, um es dann doch zunächst lieber als Straßenmusikant in Spanien finden zu wollen. Doch "gut Ding will Weile haben"! Den - mentalen - Durchbruch beeinflusst hat wohl ein spontaner Auftritt 1998 mit seinem Freund Andreas Dresen vor 3500 Menschen in der Berliner Columbiahalle. Es war ein Tribut-Konzert für Gundermann. Prahl sang dessen "Vater"- Song (eine deutsche Nachdichtung eines Tory Amos Klassikers), und zwar so, dass es in der überfüllten Halle plötzlich ganz still und danach sehr laut wurde. Den Startschuss gab er selbst Anfang 2010, als er an seinen Küchentisch in Berlin lud, seine Gitarre vorholte und einige Song- Skizzen vorstellte. Nun ist es also so weit. Axel Prahl bringt, 51-jährig, sein erstes Album heraus. Doch er singt nicht irgendwas! Er interpretiert nicht Brel neu oder Brecht anders, singt keinen Swing oder Schlager der zwanziger Jahre, nicht Rio Reiser, den er sehr schätzt, oder Hans Albers, nein, ...mit drei Worten gesagt: Prahl singt Prahl.
In der Music Hall am 01.03.2013 / Karten und mehr