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Freitag, 18. Januar 2013

Schwund im DVB-T-Netz

Diese Nachricht könnte einschlagen wie eine Bombe: RTL plant Ausstieg aus dem Antennenfernsehen und das möglicherweise noch in diesem Jahr. Damit nicht genug, auch ProSiebenSAT1 will die Antennenverbreitung für seine Programme verlassen.

Medienkenner meinen, das sei alles gar nicht so schlimm. Ausschliesslich über Antenne werden in Deutschland nur ca. 5 % der Zuschauer erreicht und das hauptsächlich in den Ballungsräumen. Der generelle Verbreitungsweg für TV-Programme sei das Staellitenfernsehen oder das Kabelfernsehen, neuerdings auch das Internet. Für RTL und ProSiebenSAT1 lohnt sich der Aufwand nicht, denn der sei beim Antennenfernsehen rund 30 x höher als bei Satellit und Kabel.

Wenn diese Perspektiven sich bewahrheiten, dann verschwinden neben RTL auch RTL2, VOX und SRTL bzw. Pro7, SAT1, Kabel und N24. Einige Sender, wie z.B. Tele5, Sport1 und n.tv, sind beim Antennenfernsehen selten oder gar nicht zu finden. Auf die freiwerdenden Kanäle werden, neben dem einen oder anderen, kleinen Privatsender (Das 4., Sixx, Anixe o.ä.) die Öffentlich-Rechtlichen nachrücken. Es ist sicherlich Geschmackssache, aber ich persönlich würde gern z.B. EinsFestival, ZDFKultur oder auch die Dritten von RBB, Bayern oder SWF hier sehen. Ich habe nichts gegen die Privaten, aber bei den Werbeunterbrechungen im laufenden Film bin ich ohnehin weg. Vermutlich würde ich das Fehlen von RTL, VOX oder SAT1 gar nicht bemerken.

Aber ich denke doch, dass viel mehr Zuschauer als angenommen die Privaten schauen, und zwar auch und im besonderen über die einfache Antenne. Letztendlich ist DVB-T gegenüber Satellit und Kabel in der Anschaffung und im Unterhalt immer noch die kostengünstigste Variante und letztendlich ermöglicht DVB-T echte Mobilität. Mit anderen Worten die großen Privaten sollten sich diesen Schritt sehr genau überlegen.