Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Kaffeefahrten: Niemand hat etwas zu verschenken Google+

Montag, 14. Januar 2013

Kaffeefahrten: Niemand hat etwas zu verschenken

Die Fachleute geben Tipps, die helfen sollen, nicht auf unseriöse Verkaufspraktiken bei sogenannten "Kaffeefahrten" hereinzufallen. Merken Sie sich zunächst einfach: Kein gewerblicher Anbieter hat etwas zu verschenken, ohne selbst einen finanziellen Vorteil daraus zu ziehen.
Vor der „Kaffeefahrt“: Das Angebot oder die Gewinnbenachrichtigung – besonders das Kleingedruckte – sollten vor der Buchung der Fahrt sorgfältig gelesen werden. Sämtliche Kosten und sonstige Teilnahmebedingungen sollten die Reiselustigen zunächst ermitteln und prüfen. Sinnvoll ist auch, vorher bei der Verbraucherzentrale um Rat zu fragen, ob der Tagestourveranstalter ein seriöses Angebot offeriert.
Kaufverträge stets prüfen: Bevor Kunden unterschreiben, sollten sie sich den Kaufvertrag sorgfältig ansehen. Lassen Sier sich Zeit! Lesen Sie in aller Ruhe, auch wenn der Veranstalter drängelt. Verträge, die auf Kaffeefahrten abgeschlossen wurden, können innerhalb von 14 Tagen nach Aushändigung der Widerrufsbelehrung ohne Begründung widerrufen werden. Käufer sollten jedoch darauf achten, dass der Warenvertrag korrekt datiert ist. Unseriöse Anbieter versuchen oft, das 14-tägige Widerrufsrecht durch die Zurückdatierung eines Vertrages auszuhebeln. Wichtig ist auch, dass der Name der Firma, der einer verantwortlichen Person und die Anschrift (nicht nur ein Postfach) vermerkt sind. Käufer sollten darauf bestehen, dass sie eine Vertragsdurchschrift erhalten.
Nie eine Anzahlung leisten: Auf keinen Fall sollte ein Betrag angezahlt werden. Das Geld ist meistens nicht zurückzubekommen, wenn der Vertrag später rückgängig gemacht werden soll.
Probleme am Veranstaltungsort: Falls ein Veranstalter Teilnehmer daran hindern will, den Veranstaltungsraum zu verlassen, Einzelne dazu drängt, den Saal zu betreten, oder sogar bedroht, sollten Kunden sich nicht scheuen, sofort die Polizei über 110 zu alarmieren und Anzeige wegen Freiheitsberaubung und/oder Nötigung zu erstatten.
Rücktransport: Veranstalter oder Busfahrer dürfen eine zuvor zugesicherte, kostenfreie Rückfahrt nicht verweigern, wenn nichts gekauft oder bestellt wurde.
Anzeigen unseriöser Praktiken: Wer üble Verkaufspraktiken feststellt und anzeigen will, notiert sich die Adresse des Veranstaltungsortes und die Namen anderer Teilnehmer (Zeugen). Informiert werden sollten das Gewerbe-/Ordnungsamt und die Verbraucherzentrale.
Wenn Sie diese Tipps beherzigen, haben Sie garantiert mehr Spaß im Glas.