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Montag, 19. November 2012

Der Strompreis macht Geschichte



Es steht seit Monaten fest, dass die Strompreise in Deutschland zum 1. Januar deutlich steigen werden, unter anderem wegen der Energiewende. Dass aber so viele der insgesamt rund 1000 Anbieter in Deutschland mitmachen, ist neu: Von Stadtwerken bis zu den Regionalversorgern und den Energieriesen, von Discountern bis hin zu den Ökostromanbietern wollen oder müssen viele die gestiegenen Kosten durch die höhere Ökostromumlage und Netzgebühren auf die Endkunden abwälzen, um ihre Renditen zu sichern. Ein normalverbrauchender Privathaushalt muss daher mit Mehrkosten rechnen, für der Papi im Monat 3 Tage mehr arbeiten muss (bis er's netto zusammen hat!).

Dauerhaft kann kaum ein Stromanbieter aus der Preisrunde ausscheren. Branchenkenner erwarten, dass im Februar, März oder April auch die Nachzügler ihre Strompreise heraufsetzen. Denn der Spielraum im Einkauf, mit günstigeren Konditionen die zusätzlichen Belastungen zu kompensieren, ist gering. Dass in der Branche wegen der Energiewende ohnehin mit einem Preisanstieg zu rechnen war, darauf weisen Experten schon länger hin.

Hauptverursacher des Anstiegs sind aber nicht erneuerbare Energien. Vielmehr sind es die Sonderregelungen für Industrie- und Netzbetreiber und die Steuer, die den Staat am Ausbau der Ökoenergien kräftig mitverdienen lässt, die die Strompreise in die Höhe treiben. Allein die Mehrwertsteuer auf die EEG-Umlage soll 2013 eine Summe von 1,4 Milliarden Euro einspielen. Die Steuer auf die Steuer (auf die Steuer!) - wo ist der Mehrwert?

Die französiche Revolution wurde durch minimale Brotpreiserhöhungen - und die Ignoranz des Adels - in Gang gesetzt. IM Deutschland des 21. Jahrhunderts ist es möglichweise der Strompreis - und die Ignoranz einer abgehobenen Regierung.

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