Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: "Worpsweder Gegenwartskunst" im Internet Google+

Sonntag, 8. April 2012

"Worpsweder Gegenwartskunst" im Internet

Eva Brexendorf, Fritz Dressler, Chia Raissa Gildemeister - alphabetisch geordnet stehen derzeit über 20 Künstler-Namen unter der Rubrik "Worpsweder Künstler". Haiss freut sich darüber: "Fast alle großen Namen sind dabei." Er breitet die Arme aus und sagt lächelnd: "Das ist die Worpsweder Gegenwartskunst." Das ist der Kontrast zu seinem Gefühl: In Worpswede guckt alles nur auf die alten Meister. Hinzu kommen auf der Internetseite unter der Überschrift "Gastkünstler", sieben Frauen und Männer, die laut Haiss einen Bezug zu Worpswede haben. Von jedem gibt es Daten zum Werdegang und Ausstellungsbeschreibungen, Adresse und Telefonnummer, eine E-Mailadresse und wenn vorhanden, den Link zur eigenen Homepage. Wer mit Kreativen in Kontakt kommen will, ist hier an einer brauchbaren Adresse. Wer einen ersten Eindruck von den Arbeiten der Künstler bekommen will, auch. Mehr allerdings nicht, denn Haiss ist sicher: "Man kann ein Ölgemälde nicht übers Internet verkaufen." Vielmehr veröffentlichen er und seine Frau aktuell "alles, was die Künstler veröffentlichen wollen".

Die Künstler koste das kein Geld, beteuert Haiss. "Es ist eine gemeinnützige Sache." Seine Motivation beschreibt er so: "Wir leben hier, wir sind Worpsweder, deswegen machen wir das gerne." Dafür saßen er und seine Frau nach eigenen Angaben "viele tausend Stunden an der Webseite", angetrieben von der Hoffnung, "dass wir wahrgenommen werden". Gerade baut Haiss nach seinen Worten die Seite um und wechselt vom Titel "Worpsweder Künstler" zu "Worpsweder Gegenwartskunst". Neben den gewohnten Informationen soll bald das nächste große Projekt starten. "Wir wollen die Historie des Schmucks im Dorf darstellen", sagt Haiss - anhand der Geschichte der beiden Schmuckdynastien Uphoff und Rinke. Haiss will "die ganze Geschichte erzählen - möglichst unterhaltsam".

Bis zu 150 Besucher pro Tag
Das zieht offenbar Publikum an. Vor seiner Kreativpause im Jahr 2011 zählte Haiss 100 bis 150 Besucher pro Tag auf der Seite. "Das ist erreichbar", meint er und hofft, durch Verlinkungen demnächst noch besser gefunden zu werden. "Ich bin im Gespräch mit der Gemeinde", sagt Haiss. Er fragt, warum noch einmal Geld für eine Internetseite zur Worpsweder Gegenwartskunst ausgegeben werden soll, wenn es die schon gibt. Seine Internetseite führt jedenfalls schon mal auf die der Gemeinde (www.worpswede.de) und andere Homepages rund um das Künstlerdorf.