Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Lust und Frust mit dem schnellen Netz? Google+

Sonntag, 18. Dezember 2011

Lust und Frust mit dem schnellen Netz?

Manchen Hüttenbuschern, Neu St. Jürgenern und Grasbergern ist der Spaß vergangen. Sie haben das schnelle Internet im Frühjahr beantragt und warten heute noch darauf. Hinter ihnen liegen stressige Monate. Mal hielt der Oldenburger Anbieter sein Versprechen nicht, Telekom-Verträge fristgerecht zu kündigen. Mal kündigten Kunden selbst - und standen ohne Internet da. Andere erfuhren am Ende bei Anrufen in Kundenzentren und Callcentern, dass sie leer ausgehen: Kein Anschluss an die Datenautobahn. Die EWE entschuldigt sich für die Malaise und setzt mehr Personal ein.
 
Vertriebspartner der EWE sind verärgert. Sie sind mit dem Frust der Kunden konfrontiert und kommen in Oldenburg nicht weiter. "Man wird nur vertröstet", sagt einer, der namentlich nicht genannt werden möchte. Bei den Anträgen sei die Bearbeitungsdauer auf bis zu zwölf Wochen gestiegen. Die EWE habe sich mit diesem Vorhaben "etwas übernommen - vorsichtig ausgedrückt".
 
Gerd Lottmann bedauert den Ärger der Kunden. "Die Menge der Anträge hat uns schon überrascht", sagt der Leiter der Unternehmenskommunikation bei EWE-Tel. "Das führt leider zu verlängerten Bearbeitungszeiten." EWE-Tel sei dabei, "Automatisierungsprozesse in der Auftragsbearbeitung zu verbessern. Wir haben das Personal aufgestockt, um die Spitzen abzubauen". Auch bei der Telekom gebe es Probleme: "Wir haben viele Aufträge und geben sie an die Telekom weiter. Die bearbeitet sie zu langsam, darunter leiden unsere Kunden." EWE sei im Gespräch und habe Lösungen entwickelt. "Wir müssen auch selbstkritisch sein", betont Lottmann. "Wir sehen, dass es an der einen oder anderen Stelle holpert." Der öffentlich geförderte Breitband-Ausbau in Nordwestdeutschland sei eine Herausforderung.
 
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