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Freitag, 23. September 2011

Das Kino kommt nach Grasberg

"Wir freuen uns, dass es mit diesem Angebot geklappt hat. Das ist für unsere Bürger sicherlich sehr attraktiv", stellte Bürgermeisterin Marion Schorfmann zur beschlossenen Zusammenarbeit mit Dally fest. Der Bremer Filmvorführer bringt seinerseits eine Menge an Erfahrungen mit. Er hat Kinofilme unter anderem in Lilienthal, Worpswede und Fischerhude gezeigt und kann auf einen großen Fundus an Streifen zurückgreifen. Auf rund 500 Filme, beginnend in den 70er Jahren bis heute, schätzt der Fachmann seinen Bestand.
 
Vorstellung auf Knopfdruck
Die Ausrüstung ist im Vergleich zu alten Filmzeiten spartanisch. Dies hängt mit der Digitalisierung zusammen, erklärt Dally hierzu. Deshalb brauche es nicht mehr als einen Beamer, einen Verstärker, Lautsprecher und eine Leinwand. Die Zeiten von Zelluloid seien schon lange vorbei, heute funktioniere Kino sozusagen auf Knopfdruck.
Auf die Leinwand kann Dally im Grasberger Ratssaal sogar verzichten. Die hellen Wände sind für Filmvorführungen geeignet, und auch sonst bietet der Saal beste Voraussetzungen. Tiefe Kinosessel gibt es zwar nicht, doch können es sich bis zu 80 Zuschauer in vergleichsweise komfortablem Gestühl bequem machen, dazu stehen gleich nebenan Toiletten und Garderoben zur Verfügung. Vom Charme alter Kinosäle hat der Zweckbau weniger, dafür aber eine Heizung für erträgliche Temperaturen im Winter. Dazu kann das Rathaus mit einem echten Pfund wuchern. Der Zugang ist behinderten- und altengerecht, so dass auch Rollstuhlfahrer und Senioren mit Rollatoren das Kinoangebot annehmen können. Was auch zählen dürfte, ist das große Parkplatzangebot direkt vor der Haustür, ist die Bürgermeisterin überzeugt.
 
Bei der Auswahl der ersten Filme hofft Wilfried Dally, den Geschmack des Publikums getroffen zu haben. Zum Auftakt am 5. Oktober läuft der Streifen "Hilde", der sich mit dem Leben von Hildegard Knef befasst. "Einer der deutschen Lebenswege nach dem Zweiten Weltkrieg. Hildegard Knef war die Sünderin, ein Kinotraum, ein Weltstar, eine Ikone. Und sehr cool". So heißt es in der Ankündigung des Verleihs zum Kinofilm mit den Schauspielern Heike Makatsch, Dan Stevens, Monica Bleibtreu, Hanns Zischler und Roger Cicero.
 
Am Mittwoch, 2. November, läuft im großen Ratssaal dann der mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnete Streifen "vincent will meer". Am 7. Dezember zeigt Dally dann "Albert Schweitzer, ein Leben für Afrika", und am 4. Januar steht die Komödie "Schwedisch für Fortgeschrittene" auf dem Spielplan. Die Besucher können für das weitere Programm auch Wünsche äußern. Möglich sei, dass man an einer entsprechenden Filmauswahl sein Kreuz mache, wie der Vorführer ankündigt.
 
Zu den Vorstellungen werden jeweils Getränke verkauft. Bier und Wein sind ebenso im Angebot wie Cola, Wasser und andere alkoholfreie Getränke. Wilfried Dally und Marion Schorfmann sind überzeugt davon, dass das Kinoangebot bei den Grasbergerinnen und Grasbergern ankommt. Die Vorführungen im Ratssaal seien eine echte Chance, mit netten Menschen zusammenzukommen und gemeinsam einen Film zu schauen. Das sei allemal besser, als alleine vor dem Fernseher zu sitzen.
Die Filme beginnen jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.