Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Langfristig nur noch ein Zentrum? Google+

Dienstag, 18. Januar 2011

Langfristig nur noch ein Zentrum?

Als der Arbeitskreis "Dorferneuerung Grasberg-Nord" vor zwei Monaten tagte, unterbreitete der Ottersteiner Einwohner Volker Segelken einen viel beachteten Vorschlag. Danach sollte in Adolphsdorf für die vier Orte Adolphsdorf, Otterstein, Seehausen und Tüschendorf ein gemeinsames Dorfgemeinschaftshaus eingerichtet werden.

Jetzt befasste der Arbeitskreis sich explizit mit diesem Thema. Planer Bernd Lochmann von der Grontmij in Bremen bat Volker Segelken, seinen Vorschlag noch einmal zu erläutern: Die Idee sei gar nicht so neu. Er habe sich aber Gedanken darüber gemacht und meine, dass die Gemeinde viel Geld sparen könne, wenn sie künftig nur noch ein anstatt vier Dorfgemeinschaftshäuser unterhalten müsse. Seiner Ansicht nach solle jeder Ort darin einen eigenen Versammlungsraum erhalten. Darüber hinaus sollte in dem Gebäude noch ein großer Gemeinschaftsraum vorhanden sein, in dem sich die Menschen bei größeren und gemeinsamen Festen begegnen könnten. Weil in Adolphsdorf die Errichtung eines neuen Dorfgemeinschaftshauses mit einem integrierten Feuerwehrhaus geplant ist, wies Anneliese Feldmann darauf hin, dass das dortige Domizil der Dorfgemeinschaft schon jetzt fast zusammenfalle. Für den Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft Seehausen, Karl-Heinz Thimm, müsse eine gemeinsame Anlage gut zu erreichen sein. Für viele Seehausener dürfte der Weg aber zu weit sein. Es habe schon einmal einen Plan gegeben, Feuerwehren zusammenzulegen, und da habe es erhebliche Proteste gegeben, gab er zu bedenken. Ein weiterer Einwand war, dass die ältere Generation sich mit diesem Gedanken wohl nicht anfreunden könne, und dass die Jugendlichen wohl nicht in diese Häuser kommen würden.

Der Adolphsdorfer Ortsbrandmeister Hans-Hermann Gerdes befürchtete, dass die Errichtung eines gemeinsamen Dorfgemeinschaftshauses auch die Zusammenlegung von Ortsfeuerwehren nach sich ziehen würde. In einem solchen Fall würden 50 Prozent der Mitglieder aus seiner Wehr austreten, gab er sich überzeugt. Er könne sich vorstellen, dass Adolphsdorf und Otterstein gemeinsam etwas hinkriegen würden, bemerkte Klaus Feldmann. Für die Einwohner aus Seehausen sei das wegen der Entfernung zum jetzigen Zeitpunkt schon schwieriger.

Der Vorsitzende Dieter Helmke stellte fest, dass die Idee zurzeit noch auf Widerstand stoße. Man solle sie aber nicht aufgeben. Bürgermeisterin Marion Schorfmann meinte, dass sich hier für die Zukunft durchaus etwas Positives entwickeln könne. Das Thema Feuerwehren solle man jedoch außen vor lassen. Wegen des schlechten Zustandes der Adolphsdorfer Dorfgemeinschaftsanlage mit dem Feuerwehrhaus kam aus den Reihen der Anwesenden die Forderung, dass hier in den nächsten zwei Jahren unbedingt etwas passieren müsse.

Nach dieser ausführlichen Diskussion sprach Planer Lochmann sich dafür aus, die bisherigen Pläne für die vier jetzigen Standorte zu realisieren. Die Idee für ein gemeinsames Dorfgemeinschaftshaus für die vier Ortschaften sollte man aber langfristig nicht aus den Augen verlieren.