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Samstag, 8. Januar 2011

Der rote Kleinbus legt einen Blitzstart hin


Der rote Kleinbus rollt seit November durch die nördlichen Ortsteile der Gemeinde Grasberg und die Außenbereiche Worpswedes. Die Anwohner nehmen das Angebot an. So gut, dass der noch junge Bürgerbusverein seinen Fahrplan ausweiten will. "Wir werden die Touren überarbeiten und verdichten", kündigt Raimund Steinert an. Der neue Fahrplan soll noch nach Vereinsvorstellungen in diesem Frühjahr in Kraft treten.

Der Vereinsvorsitzende Raimund Steinert kündigt eine Ausweitung des Bürgerbusangebots insbesondere für Worpswede an.

Die Mitglieder des Bürgerbusvereins sind von der Resonanz auf ihr Angebot selbst überrascht. Bereits im November zählten die Ehrenamtlichen 110 Fahrgäste, die den Zubringerdienst aus den abgelegenen Dörfern zu den Überlandbuslinien 630, 670 und auch zur Linie 640 nach Osterholz-Scharmbeck nutzten. Im Dezember wuchs die Nachfrage noch einmal stark an, als 365 Fahrgäste im Kleinbus ihren Fahrschein lösten. "Mit diesem Einstieg hatten wir wirklich nicht gerechnet, diese Zahlen erreichen viele andere Bürgerbusvereine erst nach einem Jahr", freuten sich Raimund Steinert und seine ehrenamtlichen Mitstreiter.

Auf Grund der Nutzerzahlen und zusätzlicher Nachfrage aus den Dörfern denken die Bürgerbusbetreiber über eine Ausweitung ihres Angebots nach. Interesse haben die Fahrer bei ihren täglichen Touren und Gesprächen mit Fahrgästen insbesondere für Schlußdorf, Hüttenbusch und Fünfhausen ausgemacht. Der Bürgerbusverein hat bei seiner jüngsten Sitzung im Grasberger Rathaus bereits über Details nachgedacht. Derzeit startet der rote Kleinbus fünf Mal pro Tag an der Wörpedorfer Kreuzung und bedient die Grasberger Ortsteile Seehausen, Tüschendorf, Adolphsdorf und Otterstein. Ebenfalls fünf Mal dreht der Bus seine Runden von Grasberg aus nach Worpswede, Mevenstedt, Hüttenbusch, Neu St. Jürgen und wieder zurück. Zukünftig, da sind sich die Ehrenamtlichen einig, soll das Angebot von jetzt zehn auf dann mindestens 14 Touren täglich ausgeweitet werden.

Mit im Boot sitzen die Eisenbahnen- und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB), die Konzessionsträger für den Betrieb des Bürgerbusvereins Grasberg-Worpswede sind. Michael Thiesis ist Leiter des EVB-Busbereichs und würde eine Ausweitung des Angebots begrüßen. Voraussetzung sei, dass der Betrieb auch zukünftig mit einem Kleinbus und dem vorhandenen Personal zu bewerkstelligen ist. Auch über den Zeitpunkt eines entsprechenden Fahrplanwechsels müsse man sich noch einigen. Normalerweise würden die Fahrpläne im Dezember vorgelegt, im Fall des Bürgerbusses könnte auch ein Wechsel im Frühjahr in Frage kommen, wie Thiesis betont.

Die Betreiber müssen für eine Erweiterung des Fahrplans auch bauliche Voraussetzungen schaffen. Raimund Steinert geht davon aus, dass zusätzliche Unterstände für die wartenden Fahrgäste aufgestellt werden müssen. Dabei hoffen die Anbieter auf Unterstützung von außen. Manpower kam und soll vom Bauhof der Gemeinde Worpswede kommen, der in der Vergangenheit den Aufbau der Unterstände unterstützt hat. Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke unterstützt einen Ausbau des Angebots, von dem insbesondere die Außenbereiche profitieren würden.

Als nächstes will der Bürgerbusverein intensiver in die Gestaltung der Fahrpläne einsteigen. Wenn die Zeiten und eine Ausweitung der Routen feststehen, soll auch über eine mögliche Personalaufstockung nachgedacht werden. Zusätzliche ehrenamtliche Fahrer sucht der Verein im Übrigen. "Durch Urlaub, Krankheit oder Verhinderung gibt es auch heute gelegentliche Engpässe", sagt Steinert. Interessenten, die sich am Bürgerbusangebot für Grasberg und Worpswede beteiligen wollen, können sich unter der Telefonnummer 04792/955044 an den Vorsitzenden wenden. (Wümme-Zeitung)