Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Ganz ohne Ampeln? Google+

Dienstag, 14. September 2010

Ganz ohne Ampeln?

Ende dieses Jahres möchte man mit dem Teil der Arbeiten am Wörpedorfer Kreisel beginnen, die nicht die Fahrbahn betreffen. Für nächstes Jahr sei dann auf jeden Fall die komplette Fertigstellung angepeilt, so heisst es aus dem Rathaus. Es stehen weniger Sicherheitsaspekte bei der Überlegung im Vordergrund, einen Kreisverkehr einzurichten als vielmehr gestalterische Gründe.

Das 'gefühlte Zentrum' rund um Mühle, Tankstelle und Schützenhof sollte ansprechender gestaltet werden und weil es Fördermittel unter anderem aus dem Dorferneuerungsplan gab, fiel dem Grasberger Rat die Entscheidung für den Kreisel deutlich leichter. Gerade die Frage der Verkehrssicherheit der Radfahrer und Fußgänger wurde sehr intensiv mit Polizei und Straßenverkehrsbehörde diskutiert. Herausgekommen ist für die Kreuzung der L 133 und der Kreisstraße 10 eine ampelfreie Lösung, bei der Fußgänger und Radfahrer über Inseln durch den Kreisverkehr geführt werden. Es gab u.a. den Vorschlag einen Torfkahn auf der Kreiselinsel (14 Meter Durchmesser) aufzustellen, der eine einzigartige Besonderheit mitbringt: er soll aus Verkehrsicherheitsgründen durchsichtig sein.

Diese Lösung muss ihre Tauglichkeit wohl erst noch in der Praxis beweisen. In der Rush-Hour, den Verkehrstosszeiten, kann das für Fussgänger und Radfahrer kein Durchkommen bedeuten, ebenso wie es für Autofahrer, insbesondere aus Grasberg heraus, kein Weiterkommen bedeuten kann. Wer im Kreisel ist, hat Vorfahrt. Ärgerlich, wenn dann doch wieder Ampeln aufgestellt werden müssen.